Das Friedenslicht erreicht Herdecke

Frieden überwindet Grenzen - so lautete das diesjährige Motto der Friedenslichtaktion. Und in diesem besonderen Jahr sind damit nicht nur die vielen Ländergrenzen gemeint, die das Licht während seiner Reise von Betlehem aus hinter sich lässt.



Das Licht findet seinen Weg in die Kirche St. Philippus und Jakobus

Die traditionelle Aussendungsfeier hat in diesem Jahr nicht in Wien, sondern unter eingeschränkten Bedingungen in kleinerem Rahmen in Salzburg, stattgefunden. Das in der Geburtsgrotte Jesu entzündete Licht ist von dort aus im ganzen Land verteilt und von Pfadfindern an die österreichischen Landesgrenzen gebracht worden. An den Landesgrenzen von Pfadfindern entgegengenommen, wurde es weitergegeben und europaweit verbreitet.

So fand das Licht am Sonntag den dritten Advent auch wieder seinen Weg nach Herdecke. Drei unserer Leiter (Henry, Lea und Anna) durften das Licht in Dortmund entgegennehmen und brachten es anschließend zur Kirche St. Philippus und Jakobus. Dort nutzten einige Stammesmitglieder die Gelegenheit, ihre eigene Kerzen an dem Licht zu entzünden und so das Licht mit nachhause zu nehmen. Außerdem nahmen Pastor Drüke und Gemeindereferentin Leonie Gosselke das Licht für die Kirche in Empfang. Wer es am Sonntag nicht geschafft hat, kann sich so das Licht noch in der Kirche abholen.



Frieden überwindet Grenzen

Doch in diesen Zeiten, in denen die besonders gefährdeten und älteren Menschen zu Hause bleiben sollen, kann dieses Licht nicht von jedem einfach so abgeholt werden. Die derzeitige außergewöhnliche Lage errichtet somit noch ganz neue Grenzen. Aber wäre es nicht gerade in diesen schwierigen Zeiten, in denen sich alles um Corona und die schlimmen Folgen dreht, wichtig, auch diesen Menschen einen Lichtblick und vielleicht auch eine kleine Freude zu machen, indem wir das Licht zu ihnen bringen? Das war die Frage die sich uns stellte.

Es wäre doch super, wenn wir das Licht zu den Herdecker Altenheimen und zum Krankenhaus bringen könnten… Aber geht das denn? Jetzt? Unter den strengen Corona-Regelungen? Sind die Mitarbeiter nicht total überarbeitet, haben die überhaupt Zeit für so etwas? Und was ist eigentlich mit dem Brandschutz, in solchen Gebäuden dürfen doch gar keine Kerzen brennen?

Wir hatten unsere Zweifel. Umso glücklicher waren wir, als wir durchweg positive Rückmeldungen erhielten. Alle Einrichtung freuten sich über unsere Idee uns setzten sich dafür ein, einen Weg zu finden, wie das Licht diese Menschen erreichen kann.



Ein Licht des Friedens und der Hoffnung für die Herdecker Seniorenheime

So ging die Aussendung des Lichts für uns am Montagmorgen weiter. Als erstes brachten wir das Licht zum Seniorenheim Parkanlage Nacken. Welche Bedeutung diese Geste für Menschen haben kann, wurde uns nochmal klar, als einer der Mitarbeiter berichtete, dass er sich noch daran erinnern kann, wie vor einigen Jahren unser Stamm das Licht schon einmal gebracht hatte, damals noch zum Seniorenheim an der Goethestraße.

Weiter ging es zum Seniorenheim im Quartier Ruhraue und zum Seniorenheim in Kirchende.

Hier empfingen uns ein Mitarbeiter und zwei Bewohner mit einer großen Kerze. Diese entzündeten wir und gaben so das Licht und seine Botschaft weiter. Da diese Kerze aber aus Brandschutzgründen nicht ins Gebäude darf, hatten die Bewohner zwei LED-Kerzen dabei, die sie Symbolisch entzündeten, und so konnte auch hier ein Zeichen des Friedens einziehen. Für alle Bewohner, die nicht dabei sein konnten, gaben wir, wie auch bei allen andern Einrichtungen, einen Brief und einen Zettel mit Informationen über das Friedenslicht mit.



Auch das Gemeinschaftskrankenhaus erreicht das Friedenslicht

Später am Tag ging es für uns dann noch zum Herdecker Gemeinschaftskrankenhaus, wo wir sehr herzlich von drei Mitarbeitern empfangen wurden. Die Mitarbeiter hatten sich schon Gedanken gemacht und eine tolle Möglichkeit gefunden auch hier die „Grenze“ des Brandschutzes zu überwinden, da hier ebenfalls im Gebäude keine Kerzen dauerhaft brennen dürfen.

Sie brachten eine Kerze, die mehrere Tage brennt, in einer eigens dafür organisierten Laterne mit, die wir entzünden und an einer besonderen Stelle, im an das Krankenhaus angrenzenden „Garten Avalon“ platzieren konnten. Dort kann es nun von allen bestaunt werden.


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